Jörg’s Langeland Ecke

hier möchte ich Euch von meinen Langeland Erfahrungen berichten. Ein bis Zwei Wochen im Jahr verschlägt es uns zum Dorschangeln auf die dänische Insel, wobei man natürlich auch eine vielzahl anderer Fischarten fangen kann.

 

 

L

Angeland. Wie der Name erahnen lässt, ist die Dänische Insel wesentlich länger als breit (ca. 10Km breit und 50Km lang). Vom Westen her kann man sie über Flensburg, Kolding, Odense und Svendborg über den Landweg erreichen. Etwas entspannter geht es mit den Fährverbindungen Puttgarden/ Rödby und anschließend Tars/Spodsbjerg, was aber den Geldbeutel stärker belastet.

Ich würde Langeland als Mekka für die Kleinbootangler beschreiben,  das Angeln vom Boot dürfte auch die vorherrschende Angelei auf der Insel sein. Es gibt einige Häfen, wo man Boot mieten kann (Spodsbjerg, Bagenkop und Lohals dürften die größten sein). Wobei  sich bei Diskussionen um den Besten oder beliebtesten die Geister meistens um Spodsbjerg oder Bagenkop streiten. Ich kann detailiert nur über Spodsbjerg berichten, da ich bisher nur von dort aus  aufs Wasser gefahren bin. Vom Land aus, habe ich die Insel allerdings schon mehrfach mit der Angelrute umrundet, um an Windreichen Tagen doch noch an den Fisch zu kommen.

Fischarten

Wie erwähnt wird meistens vom Miet- oder eigenem Kleinboot geangelt. Als Hauptzielfische gelten Dorsch und Plattfisch. Natürlich kommen Saison bedingt auch andere Fische oft an den Haken (Steinbutt,Hornhecht, Makrele, Seelachs…). Auch die Meerforellen lieben die Ufernahen Gewässer rund um die Insel. Allein die Nähe zur Meerforellen Insel Fünen macht die Strände um Langeland für das Ostseesilber interessant. Auch an windigen Tagen, wo es mit dem Boot nicht geht, spricht nichts gegen ein Angelausflug auf die Insel Fünen. Wobei da sicher ein paar Kilometer mit dem Auto zurück gelegt werden müssen. Aber so kommt man mal unverhofft in den Genuss „die“ Meerforellen Insel kennen zu lernen.  Als Alternative bieten sich nahe oder auch etwas entfernt gelegene Forellen Seen an.

Das Revier

Was machen die Gewässer so interessant für die Fische?

Für die Plattfische erstrecken sich unendliche Sandstrände mit riesigen Flachwasserzonen vor Langeland , und somit sie finden dort paradiesische Verhältnisse vor. Was sich bei den Fangzahlen häufig auch wiederspielgelt.

 Weiter draußen erstreckt sich ein wahres Unterwassergebirge um Spodsbjerg. Die vielen Unterwasserberge und Schluchten liefern zahllose Kanten, wo sich die Dorsche wohl fühlen. Die Wassertiefe reicht bis 55m und es wird auch bis dort Unten Fisch gefangen. Je nach Bedingungen stehen die Fische natürlich wie überall in unterschiedlichen Tiefen. Die Zahllosen Felsen, Steine, Krautbänke und Wracks liefern die besten Bedingungen für die Räuber. Aber natürlich bieten sie auch jedem Angelhaken exzellente Möglichkeiten sich fest zu haken. So sollte man sich schon vorher überlegen, ob es sinnvoll ist sich eine der Möglichkeiten des Hakenlösens an zu schaffen (Hakenlöser oder Haken, die sich per Ruck vom Pilker lösen lassen). Auch die Netze der Fischer stellen manchmal ein undurchschaubares Labyrinth da, so dass man unverschuldet seinen Haken im Netz wiederfindet und unvermeidlich abreißt. Durch das Fahnenmeer kann man nicht immer durchblicken, wo die Netze verlaufen. Das scheint auch manchmal nicht gewünscht zu sein, dass man da durchblickt.

Langeland ist sicher nichts für Einsteiger. Sowohl vom Boot als auch vom Land beim Brandungsangeln kann einem die Insel einiges abverlangen. Die Strömung, die sich meistens an Langeland vorbeidrückt ist schon bemerkenswert und nicht immer einfach zu beangeln. So sind im Gegensatz z.B. zu Fehmarn Angelgewichte von 200 oder 250g keine Seltenheit. Manche gehen auch noch höher. Angelgewichte von 60g kommen eher selten zum Einsatz, obwohl man sie in der Andrift natürlich auch einsetzen kann. Das sind meiner Erfahrung nach aber eher die großen Ausnahmen. Auch wenn der Spruch „so schwer wie nötig, so leicht wie möglich“ Anwendung finden sollte, so liegt das Gewicht hier mit Sicherheit deutlich höher, als Anderswo im flachen Ostseeraum.

Langeland liefert natürlich auch vom Land aus  sehr gute Möglichkeiten zum Angeln. Gleich ob in der Brandung oder zum Spinn- und Fliegenfischen. Es gibt Zahlreiche super Angelstrände und auch Steilküsten wo man den bekannten Ostseefischen vom Strand aus nachstellen kann.  Keine Frage hier kann man auch super schöne und erfolgreiche Angelstunden verbringen. Aber wie anfangs erwähnt, konzentriert sich die Masse eher für das Angeln vom Boot. Obwohl es auch Strände gibt, die ständig überlaufen sind, wo es schon mal das Ein- oder Andere Wortgefecht gibt.

 

Vorsicht und Benimm Regeln

Vorsicht ist auch beim Angeln in der Nähe der Fahrrinne geboten. Hier gibt es oft viele vielversprechende Spots, aber die Schiffe haben natürlich  Vorfahrt. Und hier fahren die ganz großen Pötte. Man sollte nicht erst auf die letzte Minute reagieren und Platz machen, denn nicht immer springt der Motor sofort an. Die großen Schiffe können nicht ausweichen und der Anhalteweg kann schon mehrere Kilometer sein. Man kann allerdings immer wieder beobachten, dass Angelboote keinen Platz machen und sich  erst nach Aufforderung durch die Schiffs Hupe aus der Fahrrinne entfernen. So kann man auch vieles kaputt Machen und wer weiß wie lange es dauert, bis das Angeln dort dann auch verboten wird.

Man sollte auch auf keinen Fall den Wind und die Wellen unterschätzen. Wenn  nur sehr wenige Boote draußen sind oder man ist sogar das einzige Boot, sollte man sich ernsthaft Gedanken machen, ob die Verhältnisse nicht vielleicht zu schlecht sind. Nicht selten geraten kleine Angelboote wegen Fehleinschätzung der Wetterlage oder Selbstüberschätzung in Seenot. Nicht alle Einsätze der Seenotkreuzer verlaufen mit Happy End.

Viele, die einmal hier waren, haben sich mit dem Langeland- Inselfieber angesteckt und kommen immer wieder.

 

Bootstour 10.07.

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Massen Fischsterben in der Ostsee

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Obwohl die Bornholm Sommerpause noch anhält, sind die Planungen so gut wie abgeschlossen und die Termine stehen bis weit ins nächste Jahr.

 

ein kleines Video aus Norwegen

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Dorsch - Fanglimit 2017

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