Norwegen 2019

Es soll wieder nach Norwegen gehen. Die Frage der Fragen ist natürlich wohin. Und heutzutage wird es auch immer schwieriger den Urlaub mit mehreren Leuten zu planen. Irgendwas ist ja immer. Aber wir haben es hinbekommen!

So endlich sind die Bilder online. Die Arbeiten am Film beginnen ab heute. 

Da das Internet (WLAN) hier ne Katastrophe ist, werde ich nicht täglich berichten können. Zum Anderen sind wir abends auch recht platt und sind froh, wenn wir das Abendessen noch hin bekommen und fallen dann ins Bett oder maximal auf die Couch.

Norwegen 2019 und kleiner Nachbericht von Als

 

Leider lässt es meine Zeit derzeit nicht zu, die Berichte zu schreiben. Zunächst also zu der Woche Als im August. Wir hatten unser Boot in Fynshavn liegen und waren voller Hoffnung, die leider schon am ersten Tag sehr stark getrübt wurden, als wir vom Verleiher erfuhren, dass es mit Dorsch schlecht aussieht. So versuchten wir es eine Woche auf Dorsch und es kamen nur einzelne Exemplare von genügender Größe heraus. Auch die Wittlinge waren viel zu klein, um sie mitnehmen zu können. Es blieb natürlich noch die Hoffnung auf die Plattfische. Doch konnten wir auch hier nicht wirklich punkten. Der klare Vorteil von Als gegenüber Langeland ist die Drift, die immer zwischen 0,6 und 1,5 Km/h lag. Also waren alle Tiefen sehr gut beangelbar. Nützt ja nichts, wenn kein Fisch vor Ort ist. Die schroffen Kanten bis über 50m Tiefe sind vor Als mindestens genauso vorhanden. Also bleibt als positive Erinnerung eine tolle Woche Urlaub mit Freunden in einem sehr luxuriösen Haus. Und das nächste Mal wird es dann wieder Langeland sein.   

Nun zur Norwegen Tour, und die Hoffnung, dass alle Angler Träume erfüllt werden.

 

 

Was wir vor hatten:

Wir wollten nach Norwegen

Wir wollten große Fische fangen, nach Möglichkeit Chance auf Heilbutt

Wir hatten aus dem Süden eher schlechte aktuelle Berichte gelesen und sind deswegen Richtung Mittelnorwegen

Wir wollten mit dem Auto fahren. Denn mit dem Flugzeug kann man nur eine sehr begrenzte Auswahl an Ausrüstung mitnehmen. Außerdem ist es schwierig die Fische, wenn man denn welche fängt mit zu nehmen.

Wir wollten eine schöne Zeit haben

 

Unser Ziel liegt in Mittel Norwegen. Dolmøy. Die kleine Insel hinter Hitra. Die Frage der Fragen war, wie man die Anreise dorthin bewältigen möchte. Es gibt da einige Varianten. Die wohl populärste mit der Verbindung Kiel- Oslo fand ich eher weniger optimal. Sie ist sehr teuer, dauert sehr lange und die Ankunftszeit in Dolmøy wäre Sa Abend gegen 20:00 gewesen. Bei der Abreise hätten wir auch mitten in der Nacht wieder starten müssen, um die Fähre noch zu bekommen.  Letztendlich entschieden wir uns über die Fährverbindung von Hirtshals über Larvik und dann über Oslo ca. 10 Stunden mit dem Auto. Im Vorfeld war uns schonklar, dass es heftig wird und die letzten 200 Km haben wir wirklich gekämpft. Obwohl wir zu dritt waren und uns beim Fahren immer abgewechselt haben, ging am Ende fast nichts mehr. Echt heftig. Die letzten Kilometer nur noch durch Kurven und mit 50- 60 Km/h.

Glücklich angekommen, wurde uns unser Quartier gezeigt und nach einer sehr kurzen Unterweisung in Boot und Revier, hieß es das Nötigste auspacken, Angeln zusammenbauen, schnell was Essen und raus. Die Nerven mussten beruhigt werden.

Also raus auf den Frøya Fjord. Die Gegend kennenlernen und vielleicht ja auch Fische finden. Der Kartenplotter war mir völlig unbekannt, da es ein komplett anderer Hersteller war. Ich habe ihn bis Heute nicht komplett verstanden. Egal. Wir sind erstmal die nächst gelegenen Stellen angefahren, die uns empfohlen wurden. Ernüchterung. Ganz böse Ernüchterung. Das Echolot zeigte keinen Fisch an, um das zu erkennen, brauchte man das Gerät nicht verstehen. So dümpelten wir zwar noch voller Hoffnung übers Wasser aber hatten kaum Kontakte. Wenn waren es kleine Fische und das Highlight war ein ca. 50cm Leng, der auf Doof gebissen hatte.

Also ging es mit einer unerwarteten aber nicht neuen Erkenntnis wieder Richtung Hafen. Auch hier springen die Fische nicht ins Boot. Aber die Nerven waren beruhigt und die Freude auf den nächsten Tag ungetrübt.

 

 

Voller Tatendrang ging es nach dem Frühstück gleich wieder aufs Wasser. Nur wohin soll man denn fahren? Es gibt unendliche Möglichkeiten von Unterwasserbergen, die sich aus über 100m Tiefe bis an die Oberfläche erklimmen. Überall hervorragende Möglichkeiten, wo Fische stehen könnten. Ja könnten.

Aus einigen Gesprächen konnten wir mitnehmen, dass es mit  Dorsch wohl gar nicht läuft und man sich auf Seehecht einstellen sollte. Allerdings hat keiner von uns Erfahrungen damit und auch nur wenig Lust sich mit der „TOTEN ANGEL“ über den Horizont treiben zu lassen. So folgten wir unserer Nase. Allerdings konnten wir keinen Fisch für die Küche fangen. Am Horizont sahen wir dann einige Boot „auf einem Haufen“ stehen. Es sah so aus, als würden sie nur wenige Meter auseinander sein. Aber je näher wir kamen, desto realer wurde der Blick und es lagen doch immer einige Hundert Meter zwischen ihnen. Auf der Karte suchten wir uns ein Plateau, was aus 100 Metern auf ca. 30m empor stieg. So konnten wir während der Driften doch immer mal den Einen oder Anderen Fisch fangen. Doch auch hier hielten sich die Größen der Seelachse und ab und zu ein Dorsch doch sehr von unseren Erwartungen entfernt. Nur die Makrelen hatten eine sehr gute Größe, die wir aber eigentlich nicht fangen wollten. So verbrachten wir den Hauptteil des Tages an diesem Plateau, wobei sich immer mehr Boote in unsere Richtung bewegten, die dachten sicherlich wir würden da wunder was fangen, so oft wie wir die Drift wieder neu angefahren sind.

Auf dem Heimweg sind wir nochmal zu einem unserer Hausberge gefahren, denn dort lieferten sich die Möwen einen großen Streit mit viel Lärm. Da muss doch was zu holen sein. Makrelen, Makrelen, Makrelen. Bis knapp unter der Wasser Oberfläche haben sie gebissen. Man konnte beim Ablassen der Köder zu sehen, wie sie sich drauf stürzten. Also haben wir uns unser Abendbrot und noch ein paar zum Mitnehmen gesichert und den Angeltag beendet.

Es wurde uns dann doch langsam immer bewusster, dass das auch hier kein Spaziergang mit dem Fisch werden wird. Beim rausfahren sahen wir wieder einige Boot eng zusammen stehen. Dieses Mal standen sie auch wirklich eng zusammen. Und hin und wieder kamen auch sehr schöne Seelachse nach Oben.  Wobei mir auffiel, dass unser Boot weder Kescher noch Gaff hatte und bei der hohen Bordwand könnte es doch schwierig werden. Zu spät, jetzt waren wir auf dem Wasser. Während die Anderen ganz gut fingen, waren wir noch mit uns  und unseren Angelmethoden beschäftigt. Doch dann kam der Erste große Seelachs. Da war er, der Spaß die Seelachse aus dem Wasser zu drillen. Die Rute schön krumm und immer wieder einige Fluchten. Das Geheimnis war der Köder. Sie wollten nur diese ganz normalen Twister, die man auch in der Ostsee benutzt. Kein Fisch auf  den Hauptköder. Als wir dem Geheimnis auf der Spur waren, konnten wir einige schöne Exemplare landen, die um die 90cm hatten. Naja einige schöne Exemplare gingen aber auch mangels Landehilfe verloren. Jetzt wussten wir wie und wo es geht.

Der nächste Tag war schon der Dienstag. Die Boote folgten wieder den Schwärmen der Seelachse. Also wir uns wieder eingereiht und kurze Zeit mittendrin. Heute schien es aber wieder ganz anders zu sein. Die Fische standen bei 130m auf dem Grund. So richtig im Lauf waren wir nicht, aber den Ein oder Anderen Fisch konnten wir ins Boot bringen. Heute war auch die Landehilfe an Bord. Hin und wieder suchten wir auch wieder unser eigenes Glück und haben uns von der Truppe der anderen Angelboote entfernt. Aber das brachte meist nur wenig bis keinen Erfolg.  Allerdings bekamen wir dann doch noch ein paar Dorsche zu Gesicht. Der Größte von ihnen, ein wirklich schönes Exemplar, verabschiedete sich aber auch wieder nach schönem Drill. Das Merkwürdige war, dass wenn Dorsch da waren, sie zwischen 9 und 20m standen. Wir angelten bis es schummrig wurden, denn für den nächsten Tag war Wind vorhergesagt. Zu viel Wind.

Am Mittwochmorgen war die schwarze Flagge im Hafen gehisst, kein Boot darf raus. Was sollten wir mit unserer Zeit anfangen. Das kulturelle Angebot hält sich in Grenzen. Ich hatte mich im Vorfeld schon mal kündig gemacht, was das Angeln vom Land aus in der Gegend betrifft. Man mag es nicht glauben, aber es gibt kaum Stellen, wo man vom Land aus angeln könnte. Die berühmteste Stelle lag an einer Kirche. Das Gebiet sah auch soweit vielversprechend aus, aber es waren nur Fische bis 30cm zu erbeuten. Wir beschlossen einen Ausflug in die „Stadt“ und ins „Einkaufszentrum“ zu machen, wo wir dann auch den Großteil des Tages verbrachten. Spät abends konnte man dann wieder Raus fahren, aber die Zeit erschien uns zu knapp, um noch etwas zu bewegen. Der nächste Tag musste aber endlich etwas bringen.

Zunächst waren die Wellen noch recht hoch, aber das legte sich im Laufe des Morgens bis man sich im Wasser spiegeln konnte. Die Sonne brannte vom Himmel. Es ging wieder in den Fröya Fjord im Schatten der anderen Boote. Aber heute hatten wir es raus. Zwischen 130 und 160m standen die Seelachse und um zügig runter zu kommen hingen wir 400g Gewichte an die Angeln.

Aber bei uns wollte sich kein Erfolg einstellen. Alles versucht. Dann beobachteten wir einen älteren Norweger, der mit seiner Nussschale und Handkurbel einen großen Fisch nach dem Anderen hoch zog. Wir waren kaum 5m von ihm entfernt und fingen nichts.

Taktikwechsel. An dieser Handrolle war nur eine Schnur mit 5 Haken und Maks befestigt und er fing und fing und lachte. Er hatte kein Echolot oder irgendwelche Hilfsmittel an Bord. Also haben wir es so gemacht, dass wir die Angel bis zum Grund runter ließen und langsam nach Oben gedreht. Und was soll ich sagen…Fisch auf Fisch auf Fisch aus Fisch.

Den ganzen Tag über Fisch ohne Ende, so dass wir am späten Nachmittag beschlossen auf zu hören. Denn so viele Fische müssen wir auch mit nach Hause bekommen und vor Allem mussten sie ja noch filetiert werden. Wir hofften, dass es am nächsten Tag dann so weiter gehen würde, war ja unser letzter Tag. Nachdem wir einige Stunden im Filetierhaus verbrachten und die Fische eingefroren hatten, waren wir schön platt.

Schon der letzte Tag. Aber wir wussten ja jetzt, wie es geht. Also raus auf den Fjord. Ernüchterung! Ganz, aber auch ganz vereinzelt hatten wir mal einen Fisch an der Angel. Was war los. Von den anderen Booten auch keine Spur. Aber Freitags ist hier in der Gegend auch teilweise Wechseltag.

Dann kam der Norweger wieder mit seiner Nussschale. Ließ zweimal sein Gewicht nach Unten, kurbelte nach Oben ohne Fisch und verschwand wieder in den Schären. Was hatte das zu bedeuten? Kein  Fisch da?! Doch, denn eine Motor Yacht hatte zwei von diesen Rollen an Bord und ein Mann und seine Frau fingen richtig gut. Nur wir nicht. Kaum 20m entfernt. Wir konnten machen was wir wollen, es ging kaum ein Fisch an die Angel. So verstrich die Zeit, bis wir Richtung Hafen fuhren.

Auf dem Weg sahen wir noch ein Boot sehr dicht an den Steinen angeln. Das könnten wir auch noch probieren. Ein paar Pollaks wären ja auch ok. Nun hatten wir nicht gerade die richtige Ausrüstung an Bord, um das zu versuchen. Wir mussten mit dem Boot schon dicht an die Felsen, so dass einer immer am Steuer blieb. Schon der 2. Versuch brachte einen schönen Fisch. Wie fast immer. Dann war Pause. Kay versuchte es mehr unterm Boot und hatte zwar guten Erfolg auf ein paar Dorsche, doch sie hatten gerade mal, wenn überhaupt, das Mindestmaß. Also wieder zurück ins Wasser. Im Verlauf stieg noch ein 2. Pollak ein und dann ging es zurück in den Hafen.

Wir mussten das Boot noch schrubben, die Fische versorgen und dann auch packen. Denn morgenfrüh um halb sechs wollten wir den Rückweg antreten. Wir mussten am Nachmittag die Fähre von Larvik nach Hirtshals erreichen.

 

Nachtrag:

Die Anreise war schon sehr anstrengend bis da hoch. Wir waren Alle ziemlich platt. Natürlich hat uns das Angelfieber bei der Ankunft erwischt und die Müdigkeit war weg. Ob ich so einen Turn mit dem Auto nochmal mache, weiß ich jetzt nicht. Aber viel südlicher scheint es sich erst recht nicht zu lohnen.

Die Unterkunft war ok. Ich denke mal Standard für Angel Unterkünfte in Norwegen. Wir hatten zum Einen Glück, dass die Küchenzeile neu war, zum Anderen sollten wir die Fenster nicht öffnen, weil man sie nur schwer wieder zu bekam oder es drohten die Scheiben aus den Rahmen zu fallen. Das Gleiche galt für die Terassentür.  Dass die Fenster und die Tür nach dieser Saison erneuert werden sollen, hat uns nur wenig begeistert. Denn wir haben den vollen Preis bezahlt und haben natürlich nichts davon. Der Guide/ Hausmeister vor Ort entpuppte sich als sehr schweigsam. Wenn man gezielt gefragt hat, hat man eine Antwort bekommen. Aber Tipps zu Fanggebieten konnte man nicht wirklich folgen, und er huschte dann auch nur sehr schnell über die Karte. Hat man ihn dann gesehen, wenn er sich mit Landsleuten unterhielt, dachte man, dass es ein Anderer sein muss. Die Anlage scheint gut in tschechischer Hand zu sein, was jetzt keinesfalls eine Beurteilung oder Sonstiges sein soll. Wir waren uns aber Alle einig, dass wir eher geduldet als willkommen gewesen sind.

Nächstes Mal vielleicht doch wieder Lofoten. Der Nachteil ist natürlich die Geschichte mit dem Gepäck und dem Fisch, den man dann mitnehmen kann, bzw. eher nicht.

Auch in Norwegen springen die Fische nicht ins Boot. Diese Weißheit ist nicht  neu und derer waren wir uns auch vorher bewusst. Allerdings blieb der Erfolg doch um Einiges den Erwartungen zurück. Wir hatten uns gut vorbereitet und viel gebastelt. Leider kam, was uns eigentlich auch vorher schon klar war, vieles nicht zum Einsatz. Die Zeit rauschte nur so an uns vorbei, wie immer.

ALSO BIS ZUM NÄCHTEN MAL.

 

Thailand is ON

Thailand

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Bornholm

Nach viel Hin- und Her sind die Planungen für Bornholm abgeschlossen und es wird mindestens 2 

Touren von Jörg geben. 

Es sind nur noch wenige Wochen, bis Jörg startet und er wird NATÜRLICH hier täglich berichten.

Ich werde im Frühjahr dann auch wieder starten. Sicher wird es hart, aber wir werden es wieder versuchen!

kleiner Rückblick der Als Tour 2019 und 

Aktuelle Berichte

Norwegen 2019

Bericht ist endlich fertig!!!

Bilder sind auch endlich online.

Norwegen Aug 2019

 

Neues vom Bootsangeln Fehmarn!

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Meerforellenköder

Ein neuer Testköder von TUWOB

Trailer Mefo Tour  2018

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Meerforellenaufstieg

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